SPD-Rübenach im Ort

Ortsverein

Viele Reden über die Wirtschaftskraft in Deutschland. Der Stabilitätsanker, der uns durch die Krisen führt, ist der Mittelstand. Davon hat Rübenach verdammt viel zu bieten. Ein Beispiel dafür ist die Schreinerei Riehl. „Viele Schreinereien mutieren heute zu Fensterbaufirmen. Nicht so bei der Schreinerei Riehl. Hier wird altes Know-How mit Innovation gepaart“, so Marion Lipinski-Naumann.

Zacheus Riehl gründete 1965 die Schreinerei und legte damit den Grundstein für den Betrieb. Was heute unvorstellbar ist: Er begann mit sich als einzigem Mitarbeiter. Kundenwünsche wurden zu 100 Prozent in der eigenen Werkstatt angefertigt. Dies bedeutete, jedes Fenster, jeder Schrank wurde in seinem Gedächtnis konstruiert. Und er führte dieses Unternehmen zu einer nennenswerten Größe. Zacheus Riehl hat jedoch noch eine weitere Gabe: Er kann begeistern. Und so war es nicht überraschend, dass er seinen Sohn Gerhard schon mit fünf Jahren einfach machen ließ. Er durfte sägen und hämmern, wie er Lust hatte. Das Ergebnis: Gerhard Riehl führt heute das Unternehmen in der zweiten Generation.

Aber er musste sich neuen Herausforderungen stellen. Ohne Frage wollte er weiter Schreiner bleiben. Doch die Neugier am Handwerk trieb ihn auch zu neuen Materialien und Techniken.

Die Werkstoffe Holz, Aluminium, Kunststoff und Glas sind für seine Mitarbeiter schon lange kein Fremdwort mehr. Auch die technischen Verfahren und Systeme unter dem Überbegriff „Smart Home“ gehören zum täglichen Geschäft. Der SPD-Ortsverein war beeindruckt von der Brandbreite des Betriebes. Von der individuellen Anfertigung eines Schrankes über die Maßanfertigung von Glasoasen, bis hin zum Kratzbaum für die Lieblingskatze und der Traum der besonderen Lampe: für dieses Team von Spezialisten kein Problem. Außerdem hat Gerhard Riehl sich über weitere Gewerke ein Netzwerk gebildet. Für Kunden ist es wichtig, ein fertiges Resultat zu erhalten, ohne in Verzweiflung geraten zu müssen, für Restarbeiten einen weiteren Handwerker zu finden. Die Fähigkeiten der Mitarbeiter versetzen den Betrieb auch in die Lage, Reparaturen zum Beispiel an alten Möbeln, durchzuführen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der Radius seines Geschäftsgebietes sich auf über 100 km ausgeweitet hat. Das Werbebudget ist drastisch geschrumpft, weil gute Qualität sich von alleine verkauft.

Gerhard Riehl sieht seinen Betrieb als große Familie. Seine Mitarbeiter sind ihm wichtig. Ausbildungsbetrieb zu sein, darin sieht er seine Pflicht.

„Wir dürfen nicht nur jammern, dass ein Fachkräftemangel herrscht. In unserer Verantwortung steht auch, Wissen zu bewahren, für Lösungen, die die Industrie nicht mehr abdecken kann“, so Gerhard Riehl.